Wissenswertes

Aerosoltherapie

Obwohl die Inhalationstherapie schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt ist, gelang erst in den späten 50er Jahren des letzten Jahrhunderts durch die breite Einführung von Dosieraerosolen der Durchbruch zu einer praktikablen topischen Therapie (d.h. einer Therapie, die dort ansetzt wohin auch das Medikament gebracht werden soll). Seit dieser Zeit werden eine immer größere Zahl von Wirkstoffen als Aerosol in die Lunge eingebracht. Allein für die Behandlung des Asthma Bronchiale wurden Anfang der 90er Jahre in Deutschland pro Jahr für über 1 Milliarde DM Medikamente in Aerosolform verordnet. Therapieaerosole in zweistelliger Millionenhöhe werden eingesetzt und jährlich wächst die Zahl der verschiedenen Verabreichungsformen, Inhalierhilfen und Wirkstoffe. Obwohl seit Einführung der ersten Dosieraerosole 1956 Fortschritte in der Aerosolerzeugung und den Therapeutika unverkennbar sind, hat nach Meinung vieler Experten die Inhalationstherapie noch nicht den Stellenwert, der ihr zukommen könnte. Ein Grund dafür ist, dass zum Teil Medikamente inhaliert werden, von denen nur ein kleiner Bruchteil tatsächlich in die Lunge gelangt. Bei einigen Medikamenten werden nur 2% bis 5% des eingesetzten Wirkstoffes intrathorakal (also in der Lunge) deponiert.

Aerosol

In Fachkreisen versteht man unter einem Aerosol: Ein Gemisch aus einem Gas und festen oder flüssigen (schwebenden) Teilchen.